Stubaier Grenzrunde - Etappe 5: Becherhaus - Sulzenauhütte - Stubai

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Stefan Herbke

Morgenstimmung am Becherhaus, Blick auf Wilder Freiger
Anstieg zum Wilden Freiger, Blick auf Becherhaus
Anstieg zum Wilden Freiger, Blick auf Übeltalferner
Wilder Freiger
Abstieg vom Wilden Freiger
Abstieg vom Wilden Freiger
Bei der Seescharte
Abstieg vom Wilden Freiger zur Seescharte

Die Tour

Der 3418 Meter hohe Wilden Freiger ist für viele der Höhepunkt der Stubaier Grenzrunde. Auch wenn man hier garantiert nicht alleine unterwegs ist, die Tour mit Blick auf die Stubaier Dreitausender und die ausgedehnten Schneefelder des Übeltalferners ist etwas ganz Besonderes. Zum Schluss geht es dann nur noch bergab bis ins Stubaital.

Wer sich an den Grat hält, der steigt vom Becherhaus auf den Wilden Freiger, ohne auch nur einmal den Gletscher zu betreten. Durch die Klimaerwärmung ist auch der Abstieg zur Seescharte mittlerweile bis auf wenige Meter ohne Gletscherberührung zu machen, allerdings muss man sich dafür an den Grat halten und keinesfalls zu weit rechts (südlich) auf die Schneefelder des Grüblferners ausweichen, denn dort lauern noch Spalten. Aufgrund der Höhe und der leichten Erreichbarkeit wird der Wilde Freiger häufig bestiegen, so dass man nach den einsamen ersten Tagen wieder eintaucht in den üblichen Bergbetrieb. Spätestens beim Abstieg über den beliebten, wenn auch eindrucksvollen WildeWasserWeg mit Blick auf den schäumenden Grawa Wasserfall ist es aus mit der Ruhe, die einen die letzten Tage begleitet hat.

Info

Schwierigkeit
I+
mittel
Aufstieg
320 hm
Abstieg
1980 hm
Tiefster Punkt Parkplatz Sulzenauhütte
1590 m
Höchster Punkt Wilder Freiger
3418 m
Dauer
5:30 h
Strecke
11,5 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Becherhaus

Ziel

Grawaalm bzw. Parkplatz Sulzenauhütte

Weg

Vom Becherhaus (3191 m) kurzer Abstieg über den zum Wilden Freiger ziehenden Grat (Drahtseil) und auf diesem teils gesichert hinauf zum Signalgipfel (3392 m). Entlang des Kammes über Geröll, Blockwerk und Schnee, zuletzt etwas exponiert, auf den Wilden Freiger (3418 m). Abstieg zu einer ehemaligen Zollhütte und entlang des Nordostrückens über Geröll, später Schnee, bis der Grat schmaler wird und man eine steile Felsstufe besser rechts umgeht. Dann wieder auf dem Grat weiter und schließlich über einen Felsrücken vor der Schneemulde unter dem Gamsspitzl rechts hinunter, bis man flach in die Mulde queren kann. Nach einem kurzen Gegenanstieg weiter in die Seescharte (2762 m), die den Übergang zur Sulzenauhütte ermöglicht. Weiter zur Sulzaualm und auf dem WildeWasserWeg zur Grawaalm bzw. zum etwas oberhalb gelegenen Parkplatz der Sulzenauhütte.

Vom Endpunkt im Stubai mit dem Bus nach Innsbruck und mit dem Zug nach Hause bzw. nach Steinach. 

Weitere Informationen

Übernachtung: Becherhaus

Informationen zur Region:

Tourismusverband Stubai, Tel. 0043/5018810, www.stubai.at

Eisacktal Marketing, Tel. 0039/0472/802232, www.eisacktal.com

Ausrüstung

Feste Bergschuhe, evtl. Steigeisen für hartgefrorenene Schneefelder.

Sicherheitshinweise

Wer beim Abstieg vom Wilden Freiger dem Nordostgrat folgt, der braucht mittlerweile keine Gletscherausrüstung mehr. Vorsicht ist allerdings angebracht: Wer aus Bequemlichkeit auf die nur auf den ersten Blick harmlosen Schneefelder rechts des Kammes auisweicht, der muss mit Spalten rechnen und benötigt Gletscherausrüstung.Achtung bei schlechter Sucht, schwierige Orientierung.

Bei schlechter Sicht oder um die geringe Spaltengefahr komplett zu vermeiden kann man vom Signalgipfel immer entlang des Grates auch zur Freigerscharte absteigen (der Grat ist durchgehend markiert, erfordert aber Trittsicherheit).

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