| Quelle | Datacycle |
Vortrag vom Museum Bezau | Altbestand als Aufgabe – Franz Beer von Bleichten und die Baupraxis damals und heute
Die Veranstaltung
Wie gehen wir mit bestehender Bausubstanz um? Was bedeutet es, Gebäude nicht nur zu ersetzen, sondern weiterzubauen? Und welche Rolle spielen dabei Geschichte, Handwerk und Verantwortung gegenüber dem Vorgefundenen?
Diesen Fragen widmet sich die Veranstaltung „Altbestand als Aufgabe – Franz Beer von Bleichten und die Baupraxis damals und heute“ im Rahmen des Gedenkjahres „300 Jahre Franz Beer von Bleichten“.
Im Mittelpunkt steht der Bregenzerwälder Barockbaumeister Franz Beer von Bleichten (1660–1726), dessen Baupraxis überraschend aktuelle Fragen berührt. Bei zahlreichen Kloster- und Kirchenbauten arbeitete Beer nicht auf „leerem Grund“, sondern innerhalb bestehender Strukturen. Alte Türme wurden integriert, Gebäude schrittweise ersetzt, Materialien weiterverwendet und Bauabläufe an bestehende Nutzungen angepasst. Bauen bedeutete bereits im Barock vielfach: Weiterbauen im Bestand.
Die Veranstaltung verbindet diese historische Perspektive mit heutigen Herausforderungen der Architektur. Gerade angesichts von Ressourcenknappheit, Nachhaltigkeitsfragen und wachsender Bedeutung des Weiterbauens gewinnt der Umgang mit bestehender Substanz neue Aktualität.
Im Gespräch diskutieren die Architekten Hermann Kaufmann und Markus Innauer gemeinsam mit dem Bauforscher und Dendrochronologen Klaus Pfeifer über historische Baupraxis, heutige Architektur und die Frage, was sich aus vergangenen Formen des Bauens für die Gegenwart lernen lässt.
Referenten
Hermann Kaufmann, Architekt, HK Architekten
Markus Innauer, Architekt, Innauer Matt Architekten
Klaus Pfeifer, Bauforscher und Dendrochronologe
Einlass: ab 18:30 Uhr
Start: 19 Uhr
Ort: Werkraum Bregenzerwald
Info
Kontakt
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Hof 800, 6866 Andelsbuch, Österreich
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