Aschaffenburger Höhenweg

Quelle: AV-alpenvereinaktiv.com, Autor: Dr. Peter Sickenberger

Im Popbergkar. Blick auf den Zillertaler Hauptkamm.
Blockgestein beim Aufstieg zur Krummschnabelschneide
An der Nofertensmauer. Blick zurück Richtung Nofertensschneide.
Auf dem „Weg“ zur Sonntagskarkanzel.
Blick von der Kasseler Hütte zum Aschaffenburger Höhenweg. Dieser verläuft von links nach rechts etwas oberhalb der Bildmitte.
Grasflanken am Popbergnieder. Blick zurück Richtung Edelhütte.
An der Nofertensschneide

Die Tour

Siebenschneidensteig von der Karl-von-Edel-Hütte zur Kasseler Hütte

Etappendaten:

Tag 1: 310 Hm/40 Hm, 1.30 Std.

Tag 2: 750 Hm/800 Hm, 9.00 Std.

Tag 3: 10 Hm /740 Hm, 1.30 Std.

Der Aschaffenburger Höhenweg, auch Siebenschneidensteig genannt, ist ein großartiger Höhenweg zwischen der Karl-von-Edelhütte und der Kasseler Hütte in den Zillertaler Alpen. Sieben Schneiden müssen auf 14 km Wegstrecke überwunden werden. Die Schneiden sind Seitengrate der oberhalb verlaufenden Bergkette, die hintereinander, wie Zinken eines Kammes, in den Stilluppgrund verlaufen. Da allein die Kerntour auf dem Höhenweg rund neun Stunden dauert, empfiehlt sich je eine Übernachtung in den Hütten am Beginn und am Ende des Weges. Die gesamte Tour kann gut an einem Wochenende bewältigt werden. Der Aschaffenburger Höhenweg ist Bestandteil der Zillertaler Runde / Berliner Höhenweg, einer gut einwöchigen Hochgebirgstour. Für alle, die nicht eine volle Woche unterwegs sein wollen, stellt er einen guten Einstieg in die Bergwelt der Zillertaler Alpen dar.

Info

Schwierigkeit
schwer
Aufstieg
1070 hm
Abstieg
1580 hm
Tiefster Punkt 1437 m
Höchster Punkt 2507 m
Dauer
12:00 h
Strecke
20,2 km

Details

Kondition
Erlebnis
Landschaft
Technik
Exposition
N
O
S
W

Beste Jahreszeit

Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember

Wegbeschreibung

Start

Bergstation der Ahornbahn,1955 m, Mayrhofen im Zillertal

Ziel

Grüne-Wand-Hütte, 1438 m

Weg

Tag 1:

Von Mayrhofen, 650 Meter, fährt man mit der Ahornbahn zur Bergstation Filzenalpe, 1955 Meter, und folgt Weg 514 für rund 1 ½ Stunden zur Karl-von-Edel-Hütte.

Tag 2:

Am nächsten Morgen geht es, immer auf dem Weg 519 bleibend, durch das Fellenbergkar über eine steile und seilversicherte Passage zum Popbergnieder, 2448 Meter. Dann geht es auf Pfadspuren weiter in südöstlicher Richtung, zuerst höhengleich durch die steile und grasdurchsetzte Sonnwand, dann absteigend in das hintere Popbergkar. Dieses Blockkar wird nun in südlicher Richtung, immer den roten Markierungen folgend, bis zur Krummschnabelschneide mit dem auffallenden Krummschnabelturm, 2478 Meter, gequert. Dieses Joch wird etwa 10 Meter westlich des Turmes mit Hilfe von Seilversicherungen bestiegen.

Über ein steil abfallendes, ebenfalls mit Drahtseilen gesichertes Band steigt man ins Hasenkar ab. Durch blockiges Gelände geht es zur Nofertensschneide. Der Übergang durch das Sammerschartl, 2392 Meter, wird in leichter Kletterei, seilversichert mit Trittklammern, gemeistert. Auch der Abstieg über Grasstufen ins Nofertenskar ist mit Drahtseilen versichert. Das Kar wird auf grasdurchsetzten Blöcken im Bogen bis zur nächsten Schneide, dem Hennsteigenkamp, durchquert. An der Nofertensmauer, 2277 Meter, einer Viehmauer, übersteigt man die Schneide und kommt von dort durch das Maderegglkar, leicht bergab auf gutem Steig zum Aschaffenburger Biwak (Notunterkunft, 2011 errichtet; 4 Lager, Licht über Photovoltaik, kein Wasser, Holzofen, Geschirr vorhanden). Etwa 2/3 des Wegs sind hier geschafft.

Danach geht es weiter zum Weisskarjöchl, 2119 Meter, das als Joch kaum erkennbar ist. Auf gleicher Höhe wandert man zum südlich gelegenen, auffallenden Felsriegel, dem Samerkarjöchl. Stets auf derselben Höhe bleibend führt der Weg nun durch die steilen Hänge des Samer- und des Steinkarls bis zur Sonntagskarkanzel, 2202 Meter. Von hier fällt der Blick erstmals auf die Kasseler Hütte, 2177 Meter, die man nach einer weiteren Stunde erreicht. Nach neun Stunden auf dem Höhenweg ist eine Übernachtung hier sehr willkommen.

Tag 3: Am nächsten Morgen folgen die Wanderer erholt dem Weg 515 zur Grüne-Wand-Hütte. Der Abstieg dauert etwa 1 ½ Stunden. Von dort bringt das Wandertaxi Mayrhofen - Stilluptal die Wanderer zurück nach Mayrhofen. Der komplette Abstieg von der Kasseler Hütte durch den Stillupgrund dauert zu Fuß ca. 5.00 Stunden.

Anreise

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit Fern- oder Regionalzügen nach Jenbach (Tirol), von dort mit der Zillertalbahn (ca. 50 Min. Fahrzeit; halbstpndlich) oder Bus 8330 nach Mayrhofen.

Wandertaxi ab Grüne-Wand-Hütte nach Mayrhofen (Abfahrt nach Vereinbarung, Tel. +43 5285 63423 oder +43 664 2006596)

Weitere Informationen

Ausrüstung

Festes Schuhwerk, ausreichend Verpflegung, wetterfeste Kleidung.

Sicherheitshinweise

Anspruchvoller hochalpiner Höhenweg; teilweise steile Grashänge und wegloses Felsblockgelände, nur bei trockener Witterung zu begehen, da sonst in den steilen Grasflanken Absturzgefahr besteht, kein Notabstieg möglich. Gute Ausdauer und Trittsicherheit erforderlich. Teilweise Seilsicherungen und Steighilfen vorhanden ("schwarz").

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